( Bild © VW ) 
VW hat im November die Produktion des Kompaktwagens ID.3 gestartet, das erste Modell der neuen Elektroauto-Reihe ID. Die Produktfamilie baut auf dem modularen E-Antriebs-Baukasten MEB auf. Mit der neuen Technik holt VW laut Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer bei der E-Mobilität stark auf.
„Mit der MEB-Plattform und dem ersten Auto auf dieser Plattform, dem ID.3, macht VW in der Elektromobilität einen sehr großen Sprung nach vorn und steht auf Tesla-Niveau“, sagte Dudenhöffer, Automobilexperte der Universität Duisburg-Essen, im Gespräch mit dem Börsenportal wallstreet:online.
Mit dem MEB sei VW anderen klassischen Autoherstellern voraus: Die Architektur erlaube Elektroautos, die ohne Kompromisse für zusätzliche Varianten mit Diesel- oder Benzinmotor realisiert werden können. Das VW-Konzept sei damit mit dem von Tesla vergleichbar, das auf von Grund auf als Elektroauto konzipierte Wagen setzt.

Die MEB-Plattform am Beispiel ID.3 (Zum Vergrößern anklicken)
Der VW ID.3 sei so etwas wie der Tesla im Kompaktklasse-Segment, meinte Dudenhöffer. Neue Elektroautos wie beispielsweise der Opel Corsa-e, bei dem der Verbrennungsmotor durch eine E-Maschine ersetzt und die Batterien in einer Verbrenner-Plattform untergebracht werden, seien immer die zweitbeste Lösung. „VW hat mit dem ID.3 und der MEB Plattform die ‚first best'“, so Dudenhöffer.
Der MEB steht im Zentrum der von Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess ausgerufenen Elektroauto-Offensive des Konzerns. Er hat verkündet, der alternativen Antriebsart zum Durchbruch zu verhelfen und die Wolfsburger zum führenden Anbieter der Branche zu machen. Wie bisher bei Verbrennern vertraut er dabei auf konzernweit einsetzbare modulare Technik.
Mit dem MEB will Diess die hohen Kosten und technischen Nachteile nachträglich auf Batterie-Antrieb umgerüsteter Fahrzeuge aus der Welt schaffen. Die Marken des Volkswagen-Konzerns, neben VW etwa Audi, Seat und Škoda, arbeiten an diversen auf dem MEB basierenden Modellen. Um die Preise durch hohe Stückzahlen zu senken, wird die Architektur auch Wettbewerbern außerhalb des Konzerns zur Verfügung gestellt. Als erstes dürfen zusätzlich Ford und das Aachener E-Auto-Startup e.GO Mobile den MEB nutzen.
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