![]() |
| Im hohen Norden von Schweden, unweit vom Polarkreis drehen die Prototypen des neuen A6 einsam ihre Runden. (Bild:©Stefan Baldauf) |
Da dürfen die Modelle von Audi natürlich nicht fehlen.
Es sind ca. 120 km bis zum Polarkreis da oben im Norden von Schweden. In dem kleinen Ort Slagnäs mit etwas mehr als 50 Einwohnern am Südrand des nördlichsten Bundesland von Schweden (Norrbotten) ist die Firma Tjintokk KB ansässig. Hier werden die Prototypen den VW Konzern´s geheimen Tests unterzogen.
![]() |
| Das Testgelände von Tjintokk ist gut versteckt im Wald und im Winter gut bewacht. (Bild:©Tjintokk) |
Der neue A6 Typ macht da keine Ausnahme und ist nun schon die zweite Testsaison mit der Serienkarosserie dabei.
![]() |
| Bei den aktuellen Prototypen sind schon die Serienscheinwerfer verbaut. (Bild:©Stefan Baldauf) |
Insgesamt scheint das Design sich an der Studie Prologue zu orientieren und große Lufteinlässe in der Schürze zu tragen. Ein markantes Tagfahrlicht wird das Erscheinungsbild an der Front ausmachen. Am Heck dürften Rückleuchten mit OLED Technik und durchgängigen Lichtband wie bei dem neuen A8 und A7zum Einsatz kommen.
Bei den Motoren wird Audi den A6 mit dem 2,0-Liter-TFSI mit einer Leistungsspanne zwischen 190 und 252 PS anbieten. Die Zweiliter-Diesel kommen auf Leistungsstufen von 150, 190 sowie 218 PS. Auch der V6-Motor mit drei Liter Hubraum und 354 PS wird es wieder geben. Der 4-Liter-Biturbo-V8 aus dem S6 hat definitiv ausgedient. Stattdessen werkelt nun der 2,9-Liter große V6 an dessen Stelle.
Ein 48-Volt-Hauptbordnetz wird zudem helfen, signifikant Benzin einzusparen, konkret bis zu 0,7 Liter pro 100 Kilometer. Dieser Mildhybrid, vermutlich nur in Kombination mit Automatikgetrieben, kommt mit einem wassergekühlten 48-Volt-Riemenstartergenerator (RSG) daher. Er ersetzt den herkömmlichen Ritzelstarter. Zusammen mit der im Kofferraum untergebrachten Lithium-Ionen-Batterie mit 10 Ah Ladungskapazität, kann der Audi A6 zwischen 55 und 160 km/h lautlos segeln und zwar bis zu 40 Sekunden lang bei komplett abgestelltem Motor. Merkt das Auto, dass der Fahrer vom Gas geht, setzt der Start-Stopp-Betrieb bereits bei 22 km/h ein – das Triebwerk geht dann von alleine aus. Das Antriebsmanagement erhält dabei Daten zu Strecken und von Sensoren und kann so vorausschauende Verkehrssituationen erkennen.
Neue Maßstäbe will Audi beim A6 mit den Assistenzsystemen setzen, kommt das Auto doch zwei Jahre nach der neuen E-Klasse. Hier orientiert sich das Modell beim Audi A7 und Audi A8. So wird der A6 in Längs- und Querlücken automatisch einparken können und auf der Autobahn bis zu Tempo 200 die Fahrspur sowie den Abstand zum Vorausfahrenden halten.
Drei Assistenz-Pakete wird Audi anbieten: Parken, Stadt und Tour. Wer alle drei bucht, bekommt 39 Fahrer-Assistenzsysteme, die Informationen dafür liefern je fünf Kameras und Radarsensoren, 12 Ultraschallsensoren und ein Laserscanner. Die Informationen laufen im zentralen Fahrerassistenz-Steuergerät (zFAS) zusammen.
![]() |
| Die vielen Sensoren sind bei den Prototypen gut zu erkennen. Da wo die Tarnfolie fehlt, sind wichtige Sensoren verbaut. (Bild:©Stefan Baldauf) |
Im Innenraum gibt es fahrerorientierte Bildschirme mit drei Displays. Knöpfe und Schalter werden massiv reduziert, die bekannten Dreh-Drücksteller werden der Vergangenheit angehören, stattdessen erlaubt ein Touchpad die Eingaben. Gegen Aufpreis ist das obere Display 12,3 Zoll groß, ein optionales Head-up-Display projiziert Informationen ins Fahrer-Sichtfeld.
Optisch orientiert sich der neue Audi A6 am vorgestellten Conceptcar Audi Prologue Allroad (siehe Fotoshow). Die Studie zeigte bereits den extrem breiten Kühlergrill mit den schmalen Scheinwerfereinheiten mit OLED-Technik.
Links und rechts des massiven Grills sind große Lufteinlässe in der Schürze vorgesehen, die zudem noch ein auffälliges Tagfahrlichtband tragen. Besonders auffällig: Die Vielzahl der Sicken in der (hinteren) Karosserie, die kurzen Überhänge und die breite B-Säule. Dank größerer Radausschnitte drehen sich in der Serienversion bis zu 21 Zoll große Räder und in der RS-Version 22 Zöller.
Beim Gewicht will Audi noch einmal 100 kg einsparen, so dass das Gewicht der leichtesten Version die Grenze von 1.600 kg unterschreitet. Und für Fahrer, die nichts von einer Automatik-Schaltung halten: Den A6 soll es wieder mit einer Handschaltung geben, ebenso wieder eine Kombiversion Audi A6 Avant (mit plus 15 Liter Kofferraumvolumen). Letzterer kommt ebenfalls im Herbst 2018 auf den Markt. Bei den Preisen wird sich der neue Audi A6 dank der vielfältigen Innovationen weiter nach oben entwickeln. Aktuell kostet der Audi A6 1,8 TFSI ultra ab 42.400 Euro, die Kombiversion ist 2.000 Euro teurer. Der 2,0-Liter-Diesel im A6 steht mit 40.850 Euro in der Liste, der Aufpreis für den Kombi liegt bei 2.500 Euro. Wir erwarten einen Preis bei den Benziner nicht unter 44.000 Euro, auf der Dieselseite nicht weniger als 42.000 Euro.
![]() |
| Die markanten Scheinwerfer sind schon jetzt gut zu erkennen. (Bild:©Stefan Baldauf) |







Post A Comment:
0 comments so far,add yours