Mit dem heutigen Tag werden in Zwickau Elektrofahrzeuge produziert. Der ID3 ist das 1. Modell von insgesamt 6 Modellen, die in Westsachsen produziert werden.  ( Bild © VW )
Heute ist in Zwickau der Startschuss für die Serienproduktion von Elektroautos gefallen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu diesem Anlass in Zwickau eingefunden.


„Der ID.3 wird einen wichtigen Beitrag zum Durchbruch der E-Mobilität leisten. Er macht saubere, individuelle Mobilität für Millionen von Menschen erreichbar und ist ein Meilenstein für unser Unternehmen auf dem Weg, bis 2050 klima­neutral zu werden“, so der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns Herbert Diess beim Festakt in Zwickau.


Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen, erklärte: „Der ID.3 ist ein High-Tech-Auto aus einer High-Tech-Fabrik. Mit rund 1700 Robotern, fahrerlosen Transportsystemen und voll-automatisierten Fertigungsprozessen zeigt Zwickau, wie eine zukunftsweisende Volumen-Produktion von Elektroautos heute aussehen muss:“

Der ID.3 ist das erste Modell der neuen ID.-Familie, die auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen basiert. Die Basisversion des Kompaktwagens soll in Deutschland weniger als 30.000 Euro kosten. Die Markteinführung des ID.3 soll im Sommer 2020 europaweit nahezu gleichzeitig erfolgen. Laut Volkswagen haben sich mittlerweile über 35.000 Kunden gegen Anzahlung einen frühen ID.3 reserviert.
Volkswagen baut den ID.3 als erstes Modell bilanziell CO2-neutral ohne sogenannten „CO2-Rucksack“. Dazu erfolgt laut dem Hersteller beispielsweise die energieintensive Batterie-Zellfertigung komplett mit Ökostrom. Derzeit nicht vermeidbare Emissionen im Produktionsprozess des ID.3 werden unter anderem mit Hilfe von Klimaschutzprojekten.
Bis 2028 will Volkswagen konzernweit rund 22 Millionen Elektrofahrzeuge verkaufen. Zwickau wird dabei als erste große Autofabrik mit Investitionen von 1,2 Milliarden Euro komplett auf Elektromobilität umgerüstet. Im kommenden Jahr sollen rund 100.000 E-Modelle in Zwickau produziert werden, ab 2021 bis zu 330.000 E-Autos pro Jahr. „Der Standort wird damit zum größten und leistungsfähigsten E-Auto-Werk Europas und übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Transformation des weltweiten Produktionsnetzwerks von Volkswagen“, so das Unternehmen in einer Mitteilung.
Neben der Fertigung im Werk Zwickau sind auch die Komponentenwerke Braunschweig, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg am ID.3 beteiligt. Sie produzieren zentrale Bauteile wie die E-Maschine oder das Batteriesystem. Die Fahrzeugwerke Emden und Hannover sollen ab 2022 ebenfalls mit der Herstellung von E-Autos beginnen. Zusammen mit dem schwedischen Startup Northvolt will der Volkswagen-Konzern zudem eine Gigafactory für Batteriezellen in Salzgitter aufbauen.

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