"Hedwig lässt sich aus dem VW Werk Baunatal nicht vertreiben. Bild © Volkswagen Baunatal
"Ein Uhu ist im Baunataler VW-Werk heimisch geworden. Weder offene Fenster noch ein Falkner konnten das Tier bisher zum Abflug bewegen. Am Wochenende will es der Falkner noch einmal versuchen - mit neuen Ideen.
Ein Uhu lebt seit mehr als einer Woche im Baunataler VW-Werk. Genauer gesagt: ein Uhuweibchen. Offensichtlich fühlt es sich dort wohl: Denn seit über einer Woche lässt sich das Tier nicht vertreiben.  Offenbar ist der Uhu durch ein offenes Torreingekommen, sagte VW-Sprecher Heiko Hillwig. Sämtliche Versuche, die Uhudame aus dem Werk zu entfernen, seien fehlgeschlagen.

Uhu nicht gefährlich, macht aber Dreck

Der Uhu pendele zwischen dem Getriebewerk und der Lagerhalle, sagte Hillwig. Gefährlich sei er nicht. "Das einzige, was er hinterlässt, sind Fäkalien", sagte Hillwig. Ein VW-Werk sei aber kein Lebensort für einen Uhu.
Falkner Lutz Rochelmeyer hat den Auftrag, den Uhu zu entfernen. Er schätzt das Gewicht des Tiers auf etwa 2,8 Kilo, die Flügel-Spannweite auf etwa 1,70 Meter. Der nachtaktive Uhu ernähre sich im VW-Werk wohl von Ratten, Mäusen und Tauben und fühle sich dort wohl, sagte Rochelmeyer. Zudem sei es in dem VW-Werk warm: perfekte Voraussetzungen für den Vogel.

Neuer Versuch am Wochenende

"Wir wollten den Uhu fangen. Das hat aber nicht geklappt", berichtete der Falkner. Vergangenes Wochenende habe er versucht, die Kuppelfenster des VW-Werks aufzumachen, damit der Vogel selbst hinausfliege - das habe allerdings nicht geklappt.
Nah genug sei er an den Vogel auch nicht herangekommen, um ihn mit seinen Händen greifen zu können. Dann habe er die Aktion abgebrochen. Am Wochenende will es Rochelmeyer wieder versuchen. Auf welche Weise, wisse er noch nicht.

Betäubung kommt nicht infrage

Es gebe beispielsweise die Möglichkeit, den Uhu mit einem Habichtfangkorb zu fangen. Dabei sei eine lebendige Taube ein Lockmittel, das den Uhu in den Korb locken würde. Der Taube würde nichts passieren. Dennoch ist diese Methode verboten. Falkner Rochelmeyer bräuchte eine Genehmigung.
Ein Betäubungspfeil kommt für Rochelmeyer erst einmal nicht infrage. Zu groß sei die Gefahr, dass der Uhu die Betäubung nicht vertrage und sterbe. Möglich wäre auch, dass er nach dem Einstich erst einmal losfliege und dann irgendwo betäubt zwischen Geräte falle.
Die Getriebebauer des VW-Werks hätten sich längst mit dem Tier arrangiert, sagte VW-Sprecher Hillwig. Sie haben das Weibchen nach dem Vorbild aus Harry Potter auf den Namen Hedwig getauft. Obwohl Hedwig in der Fantasy-Reihe eine Schneeeule ist, solle sie - so der Sprecher - schützend ihren Blick über die Getriebebauer werfen und Unheil abwenden."

Diese Information wurde auch im TV ausgestrahlt! Sendung: hr1, 14.12.2017, 7.50 Uhr
Share To:

Post A Comment:

0 comments so far,add yours